Wo leben Zecken? Zecken, bei uns meist Holzböcke genannt, sind blutsaugende Parasiten der  Tiere und des Menschen. In Europa ist der Holzbock (Ixodes ricinus) weit  verbreitet. Das Vorkommen in Deutschland erstreckt sich  von der Nord- und  Ostseeküste bis in 2000 m Höhe der Alpen. Laub- und Nadelwälder mit Büschen und Sträuchern als Unterholz sind die  bevorzugten Aufenthaltsorte. Die Zecken sitzen an hohen Gräsern, Farnen  und niedrigen Zweigen. Sie lauern darauf, dass ein Wirt (Mensch oder Tier)  vorüberkommt und sie abstreift oder sie sich fallen lassen können, um sich  dann am Wirt festzuklammern. Wann sind Zecken aktiv?  Die Aktivität unseres Holzbocks erstreckt sich mit Ausnahme der kalten Jahreszeit über das ganze Jahr. Bereits  Temperaturen ab 10°C aktivieren die Zecken.  Während der wärmeren Jahreszeit sind sie in den späten Vormittagsstunden und am frühen Abend besonders  aktiv.Höhepunkte gibt es zweimal im Jahr: Mai / Juni und September / Oktober.  Wie leben Zecken? Zecken müssen in jedem Stadium einmal Blut saugen. Am häufigsten sieht man Weibchen und Männchen, die aktiv  umherkrabbeln. Sie sind braun gefärbt und etwa 2 - 3 mm groß. Die Weibchen saugen sich voll Blut bis zur Größe  einer Bohne und nehmen dabei eine stahlgraue Farbe an. Einmal vollgesogen, fallen sie ab und legen am Erdboden  Eier. Mehr als 5000 Eier kann ein Weibchen ablegen, aus denen die nur 0,5 mm großen Larven schlüpfen. Diese  befallen bevorzugt im Wald lebende Mäuse. Sie saugen Blut und häuten sich danach zu ca. 1 mm großen Nymphen.  Vögel sind häufig von Nymphen befallen; aber auch am Wild, an Haustieren  und am Menschen trifft man sie an. Die  kleinen Nymphen werden am Menschen  leicht übersehen und sind daher besonders gefährliche  Krankheitsüberträger. Drei Tage bleiben sie angesaugt und werden dann nicht größer als ein Hirsekorn. Nach dieser  erneuten Blutmalzeit häuten sie sich wieder und werden zu ausgewachsenen (adulten) Zecken.  Verbreitungskarte von Zecken der Gattung Ixodes